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Die Prinzipien von Tai Chi Chuan entstanden aus der jahrtausend alten
chinesischen Kultur und beinhalten, daß Gesundheit und Gelassenheit als
Voraussetzung zur Entwicklung der eigenen Kräfte und Fähigkeiten
notwendig sind. Nachdem die verschiedenen Formen der
Selbstverteidigung, die Schnelligkeit und Körperkraft betonen, als
äußere oder harte Schule bezeichnet werden, spricht man bei Tai Chi
Chuan von der inneren und weichen Schule, in der Gelassenheit,
Ausgewogenheit, eine äußere Haltung der Sanftheit und die Entwicklung
der eigentlichen inneren Energie geschult und erhalten werden.
Tai Chi Chuan soll in einer bestimmen Haltung geübt werden. Aus den
Prinzipien ergibt sich ein Haltungsideal als Richtlinie zum Üben. Es
braucht viele Jahre des geduldigen Übens, bis diese Haltung bei allen
Bewegungen entspannt eingenommen werden kann.
Das
Üben im Tai Chi Chuan bewirkt zunehmendes bewusst werden unserer
Haltung. Sie erfährt eine Aufrichtung von innen her, sie wird belebt
und trägt im Wesentlichen zu unserem grundlegendem Wohlbefinden bei. Tai Chi
Chuan ist ein Übungssystem, das jeder erlernen kann. Weder besondere
Ausrüstung noch Kleidung ist erforderlich. Dafür aber Zeit, Geduld und
Ausdauer. Wer Tai Chi Chuan über längere Zeit regelmäßig übt, erlangt
nach einem chinesischem Sprichwort die Gesundheit eines Holzfällers,
die Geschmeidigkeit eines Kindes und die Gelassenheit eines Weisen.
Wenn man tausend Meilen gehen will, muß man doch den ersten
Schritt tun, lautet ein weiteres chinesisches Sprichwort. Und schon die
ersten Schritte mit Tai Chi sind wertvoll und voller wohltuender
Erfahrungen auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene.
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